Bundesstützpunktlehrgang am 14. April 2012 in Groß-Umstadt

Das Karate-Dojo in Groß-Umstadt lud am 14. April 2012 zum abermaligen Kräftemessen ein. Schon bei der Ankunft wurden wir von Bundesstützpunktleiter Christian Gradl darauf hingewiesen, dass unser heutiges Training sich in die Länge ziehen würde, denn der Andrang der Karatekas, Erfahrung im Karate zu sammeln, war viel höher als sonst. Des einen Freud, des anderen Leid. So mussten wir uns damit abfinden, Groß-Umstadt an diesem Tag ein wenig länger zu beehren.

Los ging's mit einer anstrengenden Einheit von Andreas „A.J.“ Leitner: Nachdem die Aufwärmphase vollzogen war, vernahm ich die süßen Worte "Randori" und befand mich sogleich auf der Tanzfläche. Beim Schreiben dieses Berichts fällt mir gerade auf, dass ich am Anfang meiner Karateka-Ausbildung die Worte "süß" und "Randori" sicher nicht in Zusammenhang gebracht hätte. Nachdem wir unsere Techniken an verschiedenen Partnern angebracht hatten, ging es vor allem hernach darum, aktiv mit dem Partner zu arbeiten. Zu Beginn wurden dieselben Techniken langsam - ihr kennt das - und am Ende gleichzeitig mit Schnelligkeit und Konsequenz ausgeführt. Die Trainingseinheit wurde vom Sensei mit einem kräftezehrenden „Japanischen-Training“ abgeschlossen.

Zur Energieaufladung stärkten wir uns mit deftigen Nudeln, Salat und wer wollte auch Putenfleisch.

Die folgende Trainingseinheit wurde von Sensei Ekkehard Schleis geleitet. Er legte seinen Fokus auf Muskeltraining und Dehnübungen, die einem bei seinen Ausführungen so gespielt vorkamen, dass man an sich selbst fast verzweifelte. Aber eben nur fast! Er machte uns klar, dass eine gute Muskulatur extrem wichtig ist für einen Karateka und dass durch eine ordentliche Dehnbarkeit der Muskeln sowie der Sehnen Verletzungen vermieden werden können. Außerdem kann man dadurch einen Kontrahenten mit längeren Techniken überraschen.

Es war wie immer ein sehr interessanter und anstrengender Trainingstag und als ich am Abend diesen Revue passieren ließ, war ich froh teilgenommen zu haben. Nichts geht darüber, seine Grenzen zu überschreiten und sich quasi selbst zu besiegen. Und natürlich dieses Erlebnis mit Anderen teilen zu dürfen.

Steffen Simon, Karate Dojo Marburg

Bilder: Bundesstützpunkt Rhein-Main-Neckar